Band 54

 

 

Jürgen Coprian:

Reisen auf MS CAP VALIENTE

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Dieser Band 54 ist in der maritimen gelben Buchreihe erschienen.

Im Band 54 erzählt Jürgen Coprian seine Abenteuer als Schiffszimmermann während der neunzehnmonatigen Fahrzeit auf einem ‚Bananenjäger’ der 1960er Jahre.

aus dem Inhalt:

Der Scheich       

Anmustern bei „der Süd“ und Anreise nach Frankreich      

Erste Reisen Frankreich – Ecuador – Riga – Westafrika – Rostock   

Der weiße Schwan – Reisen nach Guayaquil          

Rigareise               

Rotterdam – noch mal ins Dock – Bananen holen aus Westafrika      

Gefährliches Abenteuer in Rostock           

Brunsbüttelkoog – London – Jamaika            

Zweite Jamaika-Reise                         

Ereignisse auf der dritten Reise

     – die Nacht der langen Messer und Geschichten mit Chinee Max      

Weitere Reisen DAQM                          

CAP VALIENTE – die letzte Reise geht wieder nach „Gujackel“          

Epilog                                    

280 Seiten, kartoniert, Leimbindung, reich sw bebildert

Jürgen Coprian schreibt:

 

Es erscheint mit dem „weißen Schwan CAP VALIENTE“ hier nun Band sechs der SALZWASSERFAHRTEN.

Auch hier habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, neben der Schilderung meiner über 19 Monate andauernden Fahrtzeit auf diesem Schiff mit exotischen Häfen und Begebenheiten vor allem einen realistischen Zeitzeugenbericht aus der Zeit vor rund fünfzig Jahren abzuliefern.  Alles in allem, ein auf heutige Zeit übertragener Ablauf von Seereisen ist so kaum wiederholbar.  Und wieder geht es um das ganz alltägliche Leben der Seeleute an Bord und beim Landgang, ausführlich wird das Schiff beschrieben und Arbeitsabläufe, die es heute so nicht mehr gibt.  Es wurde nichts hinzu erfunden. Mancher Leser wird sich fragen, wie es kommt, dass dem Autor die vielerlei Geschichten, Hafenzeiten, Personen und so weiter heute noch so gut in Erinnerung sind.  Dazu folgendes: Ergänzend zu einem guten Langzeitgedächtnis sind sämtlich die damals täglich in Kladde festgehaltenen persönlichen Arbeitsberichte noch vorhanden, eine große Anzahl von Dias, privater Briefwechsel und Ähnliches.  Angesichts der immerhin zehn Jamaikareisen ist die chronologisch korrekte Zuordnung der einzelnen Ereignisse nicht mehr genau möglich.  Was die Namen verschiedener Personen anbelangt, so wurden einige ganz bewusst abgekürzt oder verändert; andere sind nicht mehr so recht erinnerlich.

Leseprobe:

Richard Kupries war einer von den guten Bootsleuten, auch menschlich gesehen. Vor dem Krieg fuhr er bei der Hapag als Matrose. Er erzählte mal, wie er damals im Hamburger Hafen während einer Werftzeit auf irgendeinem dieser berühmten Schnelldampfer Feuerwache ging. Nachts war da ja außer den Wachen kein Mensch an Bord, als plötzlich und unerwartet einige Leute von der Geheimen Staatspolizei an Bord erschienen und das Schiff gründlichst von oben nach unten durchsuchten. Richard erfuhr lediglich, dass am nächsten Tag „der Führer“ an Bord erwartet wurde und man Vorkehrungen gegen etwaige Attentate treffen wollte. Das war’s eigentlich auch schon. Am nächsten Tag ging dann auch alles glatt.
Während des Krieges wurde Richard nach der Grundausbildung zum Heer abkommandiert. Weil er inzwischen schon zum Bootsmann befördert worden war, wur-de er gleich als Unteroffizier übernommen. Solche See-Soldaten in Feldgrau trugen damals zur Unterscheidung von den ganz normalen Wehrmachtsunteroffizieren gol-dene Litzen anstatt der üblichen silbernen. Erzählte er voller Stolz. Ansonsten aber lag er genauso im Dreck wie alle anderen auch.
Als der Krieg vorbei war, suchten die britischen Besatzer mutige Seeleute zum Minenräumen in den stark verseuchten deutschen Küstengewässern. Ein Himmel-fahrtskommando, ja; aber dafür wurde man auch ziemlich gut bezahlt. Für diesen Zweck waren alte Fischdampfer umgerüstet worden. Wer die schlimmen Jahre zuvor heil überstanden hatte, überlegte in diesen harten Zeiten nicht lange, wenn es eine Stange Geld zu verdienen gab. Außerdem gab’s ja freie Verpflegung und man kam so auch noch günstig an Kohlen ran; schließlich wurden diese alten Kästen noch nicht mit Öl befeuert. Kohlen waren ein begehrtes Gut als Mitbringsel und wertvolles Tauschobjekt. Richard griff sofort zu. Er erzählte ziemlich haarsträubende Geschichten über diese abenteuerliche Zeit. Einmal beobachtete er durch das Maschinen-Skylight hinab, wie sich ein Heizer und ein Matrose unten wegen ein paar leeren Sä-cken für die Kohlen in die Haare geraten waren. Plötzlich gingen die mit Eisenstan-gen aufeinander los, erzählte er, und dann riss mit einem Mal der Heizer die Feuertüre des Kessels auf und wollte den Matrosen allen Ernstes da hinein befördern. Der wurde von Entsetzen gepackt und schaffte gerade eben noch so mit letzter Kraft den Rettungssprung – raus aus dem Heizraum. Kupries sagte, wer immer davon wusste, kein Mensch an Bord hat ein Wort darüber verloren. Er selbst hat sich gehütet, als Zeuge erkannt zu werden. Ja, so hart waren damals die Bräuche…
Später dann schlug er sich mit allen möglichen Jobs im Hafen durch, bis er dann Anfang der Fünfziger bei Laeisz endlich wieder ein Schiff als Bootsmann bekam. Es war die PERSEUS – der erste deutsche Fruchtschiffneubau nach dem Krieg – und bis auf zwei oder drei ausgesetzte Reisen fuhr er ganze siebeneinhalb Jahre lang auf diesem Schiff. Nicht zu glauben? Wer damals einen guten Job hatte, der hielt ihn fest. Da gab es noch ganz andere Fahrtzeitrekorde: Auf der SAARSTEIN vom Lloyd, die von Indienststellung 1951 bis zum Verkauf im Jahr 1971 insgesamt 103 Reisen nach Westküste Nord machte, hatte der Bootsmann auf diesem Dampfer nach ei-nem Bericht im Hamburger Abendblatt volle einhundert Reisen mitgemacht. Ein wei-terer Fahrtzeitrekord wird von einem Seemann gehalten, der – wie die Hamburger Morgenpost schrieb – ganze 25 Jahre auf einem winzigen ‚Kümo’ im täglichen Ver-kehr Hamburg-Cuxhaven und zurück abgerissen hat. Es blieb sein einziges Schiff im Seefahrtbuch. Eine Bemerkung am Rande, dieser noch im „alten“ Seefahrtbuch vorgedruckte, bei Bedarf zu unterstreichende Begriff ‚Luxusjacht’ kam für dieses Schiff wohl eher nicht in Betracht.
...Rechtzeitig zu achtzehn Uhr haben sich alle wieder am Gare St. Lazare eingefunden. Der Zug steht bereit und weiter geht die Reise nach Dieppe, wo wir vier Stun-den später eintreffen. Die Agentur hat einen Bus geschickt und wenig später langen wir an der Bananenpier an. Und da liegt sie längsseits, die CAP VALIENTE, elegant und schön und „ganz in Weiß“. Dies herrliche Schiff wird mein Zuhause für die nächsten 19 Monate. Oben an der Gangway werden wir freundlich begrüßt vom Chief Mate. Küver heißt der. Auf Mitte Zwanzig schätze ich ihn und das ist reichlich jung für einen Ersten. Also gemessen an meinen früheren Erfahrungen. Ein blonder Vierkant von der Küste, stottert mächtig, wirkt aber sehr durchsetzungsfähig. Kompliment: Der Koch steht bereit. Ob wir noch was zu essen haben wollten, möchte der wissen. Ob Eier nach Wunsch okay wären oder vielleicht ein kleines Steak? Träume ich vielleicht? So zuvorkommend und menschlich bin ich vorher auf noch keinem Dampfer empfangen worden; halten die uns vielleicht für Passagiere? Wo mir doch einst bei „Gottes eigener Reederei“, die mit den Anfangsbuchstaben von „Hunger, Ausdauer, Prügel, Arbeit und Geduld“ – vor zwei Jahren nach einer durchschufteten Nacht von so ein paar Vorgesetzten diese lausigen zwei Eier Nachtproviant damals mir „Decksbauern“ voller Häme als überflüssigen Aufwand unter die Nase gerieben wurden. Etwas, was ich diesen Typen bis heute nicht nicht vergessen habe.
Immerhin, das hat nicht nur mich, sondern auch die anderen Neuanmusterer, von denen nur drei oder vier vorher schon bei ‚der Süd' gefahren waren, doch sehr beeindruckt, dass extra für uns Spätankömmlinge der Koch nachts um elf noch mal in der Kombüse wirbelt und es gibt Hähnchen und Eier nach Wunsch so viel man will. Bei Kuddel Hapag gab es grundsätzlich nie mehr als zwei Eier und nächtens schon mal gar nicht! Ich will jetzt schon vorwegnehmen: Am Essen auf der VALIENTE ist nie was auszusetzen, während meiner gesamten Fahrtzeit nicht. In der Küche gibt es sogar eine ‚eiserne Kuh‘. Was das ist? Ein großer Behälter aus Edelstahl. Einer Milchkanne wie die beim Bauern nicht unähnlich. Oben drauf ein Deckel und an dem hängt ein kräftiger Motor mit so eine Art Schaumschläger dran in das Innere der Kanne. In die füllt man eine bestimmte Menge Magermilchpulver rein, eine entspre-chende Portion Butter und heißes Wasser natürlich. Wenn die Kanne dicht ver-schlossen ist, wird der Strom eingeschaltet und das Innere wird nun mit hohen Um-drehungen durchgerührt. Anschließend wandert „die Kuh“ in den Kühlraum. Das Er-gebnis sind am nächsten Morgen zehn bis zwölf Liter herrlich kühle Milch, die sich im Geschmack von Frischmilch kaum unterscheidet. So eine herrliche Anlage habe ich leider auf keinem anderen Schiff in den folgenden Jahren wieder erleben dürfen.
Und überhaupt! Die CAP VALIENTE fällt völlig aus dem Rahmen dessen, was ich bis dahin an Schiffen so erlebt habe. Für mich auch heute nach bald fünfzig Jahren immer noch der schönste Dampfer, auf dem ich je gefahren bin. Innen wie außen. Formen hat der wie eine Traumfrau aus bestem Hause. Ein „weißer Schwan“ mit fließenden Linien und angenehmen Proportionen. Schnittig vom Vorsteven über stromlinienförmige Aufbauten bis zum wohlgeformten Versaufloch, das, wie damals bei fast allen deutschen Kühlschiffen üblich, in ein wie von oben eingekerbtes Heck ausläuft. Vergleichbar dem umgedrehten Mundstück einer Blockflöte. Bananen-dampfer haben im Gegensatz zu Stückgutschiffen keine erhöhte Back; die Back ist ohne Absatz durchgezogen bis zum Heck und erst das Deck darunter und das anschließend offene ‚Versaufloch‘, das ist hier das eigentliche Hauptdeck. Die Erklä-rung dafür ist, dass Bananen leichte Ladung sind, sie können deshalb höher gestaut werden als Stückgut, ohne dadurch an Stabilität einzubüßen. Die CAP VALIENTE ist also genau genommen ein so genannter Schutzdecker, auch wenn er als Volldecker eingestuft ist. Alle Decks im Bereich der Mittschiffsaufbauten außen sind mit Teak und Oregonpine beplankt, im Aufbau drin ein eindrucksvolles Foyer mit sanft ge-schwungener Treppe zum Wohndeck des Kapitäns mit Bar, Salon und Eignerkammer. Die Mannschaftsunterkünfte etwas schlichter, aber verglichen mit ‚Hapag’s’ Komfort. Angenehm wohnlich und praktisch und – oh Wunder – hier gibt’s sogar Klimaanlage für alle! Für ein im Jahre 1960 (bei Howaldt Kiel – Werft-Nr. 1112) ge-bautes Schiff – immerhin nur ein Frachter – eine Rarität.
Also wirklich, die VALIENTE erscheint mir nach den vergangenen drei Jahren ‚Hapag-Schlorren' wie eine andere Welt, man fühlt sich in ein Sanatorium versetzt – einfach angenehm empfinde ich das Schiff, den Lebensstandard an Bord und auch den ganz normalen Umgang der Vorgesetzten mit der Besatzung. Aber dazu später...
...Mein Platz in der Messe ist der gegenüber vom Bootsmann. Ein freundlicher, et-was untersetzter Anfangsfünfziger. Eben der eingangs beschriebene Richard Kupries. Im Wesen herzlich, kameradschaftlich - ostpreußisch! Und er spricht auch die-sen urgemütlichen, weichen Dialekt, der diesen Menschenschlag so sympathisch macht. Später zeigt er mir alles, was ich noch nicht wissen kann, aber über Bananen und Kühlschiffe wissen muss. Wir sind Kammernachbarn und werden bald gute Freunde. Die andere Nachbarkammer bewohnt Rudolf, der schon bekannte sechsundfünfzigjährige Storekeeper-Veteran. Ein Original und Heizer vom alten Schlag: Vor dem Krieg noch als Trimmer und Kohlenheizer gefahren, später dann befördert zum Donkeymann. Sozusagen Oberheizer. Hager, zäh, in langen Dienstjahren ergraut, aber insgesamt eine echte kölsche Frohnatur.
Beim Smoketime lerne ich die Crew kennen. Der Kabel-Ede heißt Uwe Gott-schalk, ein Typ für sich. Dem Äußeren nach könnte man ihn leicht für einen Zigeuner halten (den Ausdruck Roma kannte man damals noch nicht), vielleicht ist er's auch. Ich nehm schon mal vorweg, was ich später so nach und nach erfahre. Ede entstammt einem Zwölf-Kinder-Haushalt, der sich auf eine Mutter und mehrere Väter begründet. Schmaler Kopf, Plattnase und blaue Augen schwarze Haare, vorstehende Schneidezähne und einen auffallend dunklen Teint. Wenn er nicht dabei ist, dann heißt er auch schon mal Kanacker-Ede. Ist aber nicht böse gemeint. Ede grinst ständig. Sein Deutsch ist schlicht und er nuschelt. Guter Seemann, guter Kumpel, eine treue Seele. Ede träumt oft und das dann auch öffentlich von einer Karriere als ‚Playboy‘.
Nächster in der Deckshierarchie ist Hermann, der gestandene Matrose Hermann Haack. Ein flachsblonder Hüne mit bärtigem Seehundskopf und 'Rettungsringen' um seinen Äquator. Mit mir zusammen eingestiegen ist Günter Christiansen, ebenfalls Matrose - Gastwirtssohn aus Wyk auf der Insel Föhr. Unter der 'jungen Garde' ein strammer Jungmann namens Leuk-Emden, genannt 'Kreuzer'. Den Spitznamen hat er schnell weg, als es rum ist, dass sein Großvater Artillerieoffizier auf diesem berühmten Kreuzer EMDEN gewesen war, der von den Engländern im ersten Weltkrieg vor den Kokos-Inseln im Indischen Ozean zu Klump geschossen wurde. Später dann haben alle überlebenden Besatzungsmitglieder dieses Schiffes als höchste Aus-zeichnung für tapfere Gegenwehr zum Familiennamen zusätzlich angehängt den Ehrennamen ‚Emden’ verliehen bekommen. Der ist sogar vererbbar und deshalb trägt Rolf Leuk dieses angehängte Emden. Einer der Schmierer heißt Maik Vesper-mann, ein Typ im Aussehen und Figur ähnlich dem amerikanischen Filmschauspieler Victor Mature (Hollywood-Stammheld in fast sämtlichen „Bibel-Filmen“ der Fünf-ziger Jahre). Vielleicht noch ein bisschen besser. Er selbst ist eine ausgemachte Frohnatur. Genannt „Mike Molto, Deutschlands größte Fernsehmaus“. Ungemein freundlicher Typ. Er entstammt einer bekannten Schaustellerfamilie vom ‚Hambur-gerDom‘. Das erst mal nur eine kleine Auswahl aus unserer Crew. Insgesamt gese-hen sind alle in der Mannschaftsmesse durchweg positiv; keine Luschen dabei...
...Am Nachmittag sind wir durch, an Backbord grüßt Balboa, ein paar kleine Insel-chen noch, dann sind wir im „Pitzifac“. Auf Gegenkurs begegnet uns mit schneller Fahrt schneeweiß glänzend ein Kollege: Die ALSTERBLICK von Sloman. Voll abgeladen mit Bananen von Guayaquil. Noch vor drei Jahren war ich da an Bord. Mit ei-ner Reparatur-Gang bei Blohm & Voss. Ich stelle für mich mal wieder fest. Blohm baut die verdammt schönsten Schiffe… Die ALSTERBLICK sieht in der Abendsonne fast noch besser aus als wir - mit ihrer über die volle Breite der Aufbauten verkleide-ten Teakholzbrücke. Noch immer das Markenzeichen aller Sloman-Dampfer.
Etwas mehr als zwei Tage später abends gegen elf schmeißen wir vor der Insel Puna den Anker. Puna – bekannt als berüchtigtes Schmugglernest. Schlimmer noch: Stoßtruppartige Überfälle und Gewalt gegen Schiff und Besatzung, wenn man nicht auf der Hut ist. Einen halben Tag habe ich damit verbracht, den Dampfer ‚Gujackelklar’ zu machen. Sämtliche Peilverschlüsse knallhart andrehen, alles was beweglich irgendwo angebracht ist und abgebaut werden kann. Und vor allem: Alles aus Mes-sing und Bronze muss weg! Abbauen und einschließen. Die klauen restlos alles was aus Buntmetall ist und blitzt – wie die Elstern. Also Achtung, ja – auch die Schiffsglocke auf der Back sicherheitshalber ins Kabelgatt. Feueräxte und Feuerlöscher auf die Brücke. Schläuche aus den Feuerkästen raus. (Nicht auszudenken, falls Feuer ausbrechen sollte!) Schließlich so gut wie alles was verschließbar ist, abschließen!
Kaum ist der Haken weg, taucht schon ein Boot auf aus der Dunkelheit. Gibt sich als Agenturboot aus. Palavern rum, wollen die Gangway runterwinken. Kapitän Scheringer hängt sich über die Nock, „Gangway bleibt oben!“. Und dann staucht er die auf Spanisch zusammen, dass es eine Art hat und sie sich laut pöbelnd wieder davon machen. Unser Alter kennt sich aus; im Krieg war er U-Boot-Kommandant und außerdem jahrelang in Südamerika interniert.
Früh morgens oben in Guayaquil geht der Lotse von Bord, es gab weiter keine Vorkommnisse. Wir ankern zusammen mit Stückgutschiffen und anderen Bananen-dampfern inmitten des lebhaft dahin strömenden, schmutzigbraunen Rio Guayas. Die Stadt drüben am Ufer gibt nicht viel her, flach hingestreckt eine ziemlich nichts-sagende Ansammlung von Häusern, reichlich schäbig, was man so sieht. Gleich nach Ankunft nähern sich Schlepper mit zahlreichen Schuten – spanisch Llanchas –die dann bis zu drei Reihen breit an beiden Seiten von unserem Dampfer festmachen. Um ein Dutzend oder mehr mögen es sein. Die Ketten unserer zwei ausgebrachten Anker zeigen durch dies zusätzlich am Schiff zerrende Gewicht steil vor-aus, verstärkt durch die starke Strömung. Alle paar Stunden, wenn der Strom kentert, hieven wir – und alle anderen Dampfer in langer Reihe ebenfalls – einen der beiden Anker hoch. Die Schiffe schwoien dann – abhängig vom auf- oder ablaufenden Wasser oben oder unten beginnend einer nach dem anderen – mit ihrer Leichterlast einer Ente ähnlich mit ihrem dicht um sie gescharten Nachwuchs, langsam eines nach dem anderen langsam um den noch verbliebenen Anker herum in die Gegenrichtung. Eine spannende Angelegenheit. Wehe dem unachtsamen Schiff, das den Zeitpunkt verschläft, den zweiten ausgebrachten Anker nicht hochholt hat. Die beiden Ketten werden sich ineinander vertörnen und bei der nächsten Tide dann noch mal und zuletzt lässt sich das Problem nur noch per Schweißbrenner beheben. Die abgebrannte Kette samt Anker ist dann wohl auch noch futsch. Aber ob hier oder woanders, vorgekommen ist das immer wieder mal...
...Ich bin jetzt ein Vierteljahr an Bord und habe mich gut eingelebt. In Hamburg ha-ben wir einige neue Leute gekriegt. Auch einen neuen Blitz; er sollte später mein bester Kumpel bei der Seefahrt werden. Schade um den Zweiten Offi Hein Blöcker – sein Abschiedsspruch: sechs Monate lang nich ein Tach an Land – für ihn kommt ein neuer Zweiter, ein Herr W.-R.  Auch in der Maschine haben sie einen neuen zweiten Ing. Weiter einen neuen Koch. Blutjung ist der, heißt Meschede und stammt aus Me-schede. Weiter einen neuen Matrosen namens Oskar. Einen neuen Moses – mit Abitur! Na, so was auch.
Wohin wir fahren? Schon wieder nach Bremerhaven. Und dann? Ja, mal was anderes. Wir fahren langsam und vorsichtig an der Seefahrtsschule vorbei durch die Schleuse bis in die hinterste Ecke vom Fischereihafen. Und dort laden wir Fleisch. Gefrierfleisch – gefrorene Rinder-Hinterviertel für Frankreich. Zwei Tage später beim Ausschleusen – bestes Sonnenwetter – liegt im Nachbarbecken einkommend ein Fischdamper. So ein richtig vergammelter, verbeulter, schäbiger Dreckschlorren. Ein ‚Seitenklatscher’. Vom schwarzen Rumpf bis über den ehemals hellbraunen Brückenaufbau bis in die dünnen Masten – Rost und nochmals Rost in allen Schattie-rungen. An Deck eine einzige Wooling aus Scherbrettern, Bojen, Netzen, Tauwerk und Fischkisten. Und die Crew! Es wimmelt da geradezu von Piepels an Deck. Vorn und achtern beim Festmachen und dann hängen da noch genug rum überall verteilt, die scheinbar nix zu tun haben. Nur rüberglotzen. Typen, die allesamt filmreif sind in ihrem Piratenlook. Unrasiert mit wirren Haaren, abgerissen, in überlangen Gummistiefeln, die runter gekrempelt sind bis zu den Knien. Die liegen in Lee von uns, aber man sieht‘s ihnen von weitem an, wie sie stinken. Einige haben Buddels in den Hän-den oder am Hals. Wie es scheint, sind die meisten besoffen. Einer schreit heiser rüber: „Heh, kommt jiie ok vont Salt?“ Hermann brüllt freundlich zurück: „Nee, aber dafür sehen wir auch nicht so beschissen aus wie ihr…“. Gefolgt von fröhlicher Zu-stimmung unserer Decksbesatzung. Als Antwort erfolgt ein allgemeines wüstes Gegröhle, gefolgt von Würfen mit Flaschen und Fischresten, die gegen unsere frisch gemalte, provozierend glatte, strahlendweiße Bordwand klatschen.  
Die Schleuse geht auf und die Schlepper zotteln uns raus, Gott sei Dank. Kurs Weser aufwärts nach Bremen. Wir machen im Europahafen fest. Die Fleischverladung geht dort weiter. Ich verspüre plötzlich fürchterliche Zahnschmerzen. Ein Weisheitszahn wächst quer gegen den davor stehenden Backenzahn. Ab in die Uni-Klinik. Drei Mann schuften eineinhalb Stunden an mir herum. Mit schwerstem Geschirr. Maulsperre, Meißel, Schneidscheibe und Brechzangen. Ich bin halb tot, als es überstanden ist. Taxi zurück an Bord. Bumski läuft mir übern Weg; fragt mich, als er mein unmäßig aufgeschwollenes Gesicht sieht, ob ich nicht besser krankheitshalber abmustern will. „Äh-äh…“. Schüttel vorsichtig den Kopf. Na, das hätt’ste wohl gerne denk ich, von dem feinen Dampfer kriegt mich freiwillig keiner runter. Verhole mich schmerzgepeinigt für zwei, drei Tage in die Koje.
Wir fahren weiter nach Le Havre. Die Fleischladung wird an einem Kühlhaus gelöscht. Mein Gott, das dauert vielleicht. Versegeln nach Hamburg. An das große U-nion-Kühlhaus (heute ist da ein Altersheim drin) – erneut Fleisch laden. Plötzlich dienen wir als Kulisse für einen Tatort-Film, der gerade da von Jürgen Roland fürs Fernsehen gedreht wird. Unsere halbe Crew hängt vorne auf der Back über die Kante und gafft. Der Regisseur formt die Hände zum Schalltrichter nach oben; bittelt und bettelt „Jungs, tut mir doch ein’ Gefallen und geht mal weg da oben bis wir das hier im Kasten haben…“. Es hilft nichts. Hein Seemann ist nu ma unheimlich neugierig. Ein alter Opel Kapitän kommt die Pier entlang gerast. Jürgen Dräger lässt sich aus der Tür fallen, Auto knallt in den Bach, säuft ab. Bilder. Wird Minuten später mit ei-nem Landkran triefend wieder raus gewinscht. Na, das is doch mal was für uns. Jürgen Roland schickt einen erzürnten Blick in unsere Richtung; grimmig wegwerfende Handbewegung, als ob wir der letzte Schotter sind.
Wir sind noch immer nicht durch mit dem Fleisch. Nochmals nach Bremerhaven. Andere Texte checken: Damenbesuch für OA Fiete auf Weser-Außenreede. Endlich am 6. August, nachdem wir schon wieder neun Tage mit Fleischladen verbracht haben, geht es los Richtung Ostsee. Via Kiel-Kanal. Zehn Stunden Ankerwache auf der Back. Mein Job. Überstunden satt. Leicht verdientes Geld – solange es nicht regnet. Ich habe Glück. Auch kein Nebel. Zwei Tage später sind wir in Riga. Dort ist alles sehr fremd – grau – abweisend. Russland.
Die Einklarierung bezieht diesmal die gesamte Besatzung mit ein. Gesichtskontrolle, streng prüfende Blicke von den Uniformierten, Stempel ins Seefahrtsbuch. Und fertig. Das erste was wir vom Arbeiter- und Bauernparadies mitkriegen, ist Schwarzmarkt in Reinkultur. Schauerleute, Vorleute und allerlei windige Gestalten sprechen uns an – hinter vorgehaltener Hand: „Was du verkaufen, Mantel, Hose, Jacke?…“ Die feilschen einem glatt das letzte Hemd vom Buckel runter. Jeans 60 Rubel, Hemden 20 Rubel, sogar getragene Socken sind denen 3 Rubel wert. Ein Rubel kostet übrigens offiziell drei Mark und zehn. Am schärfsten sind sie auf diese hauchdünnen blauen italienischen Regenmäntel aus Nylon (verpackt in eine Mütze als Tragetasche). Die bekommst du in Deutschland nachgeschmissen für 5 Märker bei Karstadt und die Russen bieten einem dafür glatt sechzig Rubel!
Ich gehe mit dem Kabel-Ede an Land. Nur mal kucken ob keiner kuckt. Am Hafen-tor führt der Ausgang durch eine alte Holzbude nach draußen. Kontrolle. Müssen das Seefahrtsbuch abgeben und erhalten dafür einen grünen ‚Propusk’. Bei Verlust droht Landgangsstop und fünfzig Mark werden fällig. Devisen zum offiziellen Kurs von dreiMarkfünfzig  – keine schwarz getauschten Rubel! Hinter dem Hafentor run-tergekommene Straßen, ungepflegte Häuser. Uniformen jede Menge. Die Menschen in Zivil sind sehr ärmlich gekleidet. Nicht weit weg vom Hafen ein kleiner Park. So ein junger Typ spricht uns an in gebrochenem Englisch. Ob Ede ihm seine Sonnen-brille verkaufen möchte. Die Brille ist eine von diesen italienischen Polaroid-Brillen mit imitiertem Goldrand. Nein, will er nicht. Ob wir denn an Görls interessiert wären. Also wenn er die Brille kriegt, dann könnte er uns zwei junge Frauen besorgen und Wodka oder Krimsekt dazu so viel wir wollen. „Mann“, sag ich „Ede! Dat ist doch die Schanx“. Nein, Ede will nicht. Die Brille war schließlich teuer und er sieht doch so toll aus damit...  Dösbaddel!
Je weiter wir zur Stadtmitte kommen, um so auffälliger der Verfall, vergangene Bürgerherrlichkeit von früher. Das muss alles mal wunderschön gewesen sein, aber jetzt machen die gediegenen, einst großbürgerlichen Häuser einen eher traurigen Eindruck. Alles grau, farblos, verschlissen. Abbröckelnder Putz, nur noch Reste von Farbe auf den Fensterrahmen, fehlende Scheiben notdürftig durch Pappe ersetzt. Die Altstadt auch, sie ist von den Häusern und Gassen her verwinkelt – entfernt erinnert sie an eine deutsche Stadt; später erfahre ich, dass Riga – von Deutschen gegründet – jahrhunderte lang zu den wichtigsten und reichsten Hansestädten zähl-te. Straßennamen sind zweisprachig – kyrillisch und in lateinischer Schrift. Es sind nicht viele Menschen unterwegs und sie sind durchweg schlecht gekleidet. Im Zentrum ein paar armselige Läden. Ein Büchergeschäft, ein staatlicher Souvenirladen mit kitschigen Weinfässchen, bunt bemalten Matroschkas aus Holz, auffällig klobigen Armbanduhren und ziemlich kitschigem Bernsteinschmuck. Die Läden sind geschlossen; es ist Sonntag...
...Alle sowjetischen Häfen haben einen Interclub zur Betreuung der ausländischen Seeleute. So auch in Riga. Man hat eine Stadtrundfahrt für uns organisiert und zwei freundliche Clubsekretärinnen, die ganz leidlich Deutsch sprechen, bemühen sich, uns die Kulturdenkmäler von Riga zu erklären. An mehreren historischen Gebäuden sind vereinzelt noch verblasste deutsche Inschriften lesbar. Auf besondere Nachfra-ge – entschuldigend und bewusst beiläufig – erfahren wir, dass der deutsche Ritter-orden sich dereinst da vor mehreren Jahrhunderten gewaltsam angesiedelt habe und der von ihm gegründeten Stadt, die dann bald Mitglied der Hanse war, zwangs-weise seinen Stempel aufgedrückt hat. Viele Lobpreisungen erfahren wir über die ruhmreiche Sowjet-Union für die tapfere Befreiung von den bösen deutschen Fa-schisten, die dort so viel Schlimmes angerichtet haben. Zum Schluss als unvermeid-lichen Pflichtbesuch werden wir durch einen in einem Waldstück gelegenen riesigen Heldenfriedhof geleitet, wo die ruhmreich Gefallenen bestattet sind. Die Busfahrt endet im Interclub, einem ebenfalls historischen Gebäude am Ufer der Daugawa. Die Daugawa, das ist der Fluss, der Riga durchfließt und dem es seinen Seehafen verdankt. Im Interclub kann man Tischtennis und Billard und sonstiges spielen; und man kann sich Bier kaufen und andere Getränke.
Ich habe mich einer lästigen, ja unangenehmen Aufgabe zu entledigen. Meine Mutter – als sie hörte, dass die Reise nach Riga ginge – hat mich in Hamburg inständig bequatscht, für eine weitläufige Bekannte von ihr einen Brief in Riga ab-zugeben. Na ja, was tut man nicht alles. Ich fragte also eine dieser Clubsekretärinnen, ob es arrangiert werden könnte, dass ich zu der angegebenen Adresse hinkä-me. Zu meiner Überraschung erhalte ich zur Antwort, das wäre kein Problem. Und so schaukeln wir zu dritt – Sekretärin, Fahrer und ich – abends mit dem Club-Bus durch die stockdunkle Walachei und versuchen, diese Adresse ausfindig zu machen. Schon anerkennenswert, was die staatliche Kulturbehörde alles tut für ihre Gäste. Es folge also eine umständliche Sucherei über die Dörfer und als wir endlich die Adresse gefunden haben, da kennt dort kein Mensch den angegebenen Empfänger. Man stelle sich vor: Stockdunkle Nacht, Straßen unter aller Sau, und da wo wir landeten gabs nur eine müde Petroleumfunzel. Als ich mir unterwegs auf dieser Tour überlegte, was man alles je über Russland und Spionage und dergleichen gehört hatte, dann war mir plötzlich gar nicht wohl in meiner Haut. Damals ahnten und heute wis-sen wir es, dass alle Beschäftigten der Interclubs mit dem KGB zusammen arbeiteten. Weiß ich, was in diesem verdammten Brief drin steht? Ich mache drei Kreuze, als wir nach fünf viertel Stunden wohlbehalten wieder im Club ankamen. Betrachte das jetzt echt als guten Grund, mir einen auf die Lampe zu kippen...
  ...An einem Freitagmorgen um zehn sind wir fest in Conakry. Gelbe flache Schup-pen aus Stein, von der Stadt dahinter ist nicht viel zu sehen. Es hängen massenhaft Schwarze rum an der Pier; also richtig Schwarze, nicht die verschiedenen Braun-schattierungen wie in der Karibik. Viele tragen einheitliche T-Shirts mit dem großflächig aufgedruckten Abbild des hiesigen Staatschefs Sékou Touré auf Brust und Rü-cken. Vermutlich gab’s die umsonst. Guinea ist sozialistisch, bitterarm dazu und dieser Sékou Touré hat das alleinige Sagen im Land.
Ein paar Händler sind an Deck, versuchen ihre Masken, Trommeln und allerlei Krimskrams zu verhökern. Ein selbst ernannter Zauberer ist auch dabei. Hat sich mit drei, na – ich sag mal schaufelstieldicken lebenden Schlangen behängt und sieht in seinem Kaftan und bunten Turban ein bisschen sehr komisch aus. Seine Masche ist, er verwandelt Markstücke in Küken und die Küken zaubert er dann auch noch weg. Endeffekt: Markstück futsch. Fängt meinen Blick auf – hab ich denn gegrinst? – und bedroht mich. Pöbelt in Englisch-Deutsch-Pidgin, der Kerl und geifert sich in Wut. Vielleicht habe ich ja was furchtbar Abfälliges gedacht und der Kerl kann Gedanken lesen. Weiß man’s denn? Die Schlangen – sind das vielleicht Kobras? Keine Ah-nung. Sie tanzen und zischen wütend in meine Richtung. Es beruhigt mich etwas, zufällig einen massiv stählernen Kuhfuß in der Hand zu halten. Ich solle mich ja nicht an Land erwischen lassen, giftet der Zauberer, dann aber… Na ja, wenn er das so meint, wer weiß . . .  Ich verzichte also drauf, das bestellte Geld beim Purser abzuholen. Nähere Bekanntschaft mit diesen Viechern möchte ich gern vermeiden.
Ede hatte tatsächlich den richtigen Riecher. Mann, die reißen sich regelrecht um seine Blechdrums und schon nach kurzer Zeit ist er sie los; hat er eine dicke Patte von CFA-Francs auf der Hand. Gut an die Tausend sind’s wohl schon meint er und der CFA-Franc – in ganz Westafrika als Universalwährung weit verbreitet – kursiert so um die 10 Pfennig. Einige der Kunden, die ein oder zwei Drums ergattert haben, suchen sich gleich an Bord ein schattiges Plätzchen, wo sie mit Glasscherben, Messern, Bambussplittern und Lappen die verbliebenen Farbreste rauskratzen und die Eimer verbissen blitzblank wienern. An Behältnissen dieser Art scheint großer Man-gel hier zu herrschen. Und was willste nun mit dem Geld? Gute Frage. Die Landgänger waren entschlossen losgezogen, sind aber bis auf ein paar unentwegte Hart-nöker schon früh und wenig begeistert wieder an Bord zurück. Der wahre Sozialismus hat auch im Nachtleben von Conakry seine Spuren hinterlassen. Dreck, lästige Schlepper und Hitze wurden beklagt. „Nix los, hinterletzter Schuppen, warme Drinks zu happigen Preisen und die Weiber letzter Schrott“ waren so die Sprüche beim Frühstück. Da muss ich dem Zauberer im Nachhinein ja richtig dankbar sein.
Die Bananen werden per Lkw angekarrt. Zu meiner Verwunderung sind die Stau-den sorgfältig in eine Strohumhüllung und mit Papier verpackt. Wofür das wohl gut sein soll. Geladen wird über elektrische Laufbänder durch die Pforten. Ich bleibe an Bord, genieße die herrlich kühle Kammer und nehme mir zusammen mit dem Scheich einen zur Brust. Richard als waschechter Ostpreuße steht auf klare Sachen wie kalten Wodka pur und ich trink mir ein paar Biere rein. Und dann erzählt er aus seinem Seefahrtsleben und wie beschissen früher so manches war. Angefangen hat er bei der Fischerei auf einem Logger irgendwo drüben in Westpreußen und ging später dann auf Kutterfahrt. Die fuhren ein bisschen weiter raus. Dann auf größeren Schiffen nach Jan Mayen und Bäreninsel. Zuletzt war er Netzmacher – das war ein hoch angesehener Job an Bord, so was Ähnliches wie Bestmann auf größeren Kümos. Als er von der Fischerei die Schnauze voll hatte, wechselte er als Matrose zu Hapags und hat geheiratet. „Aber Heiraten und Seefahrt, das verträgt sich nicht, Zimmermann“, sagte Richard, „da lass bloß die Finger von…“ Seine Ehe ging in die Brüche wegen der Seefahrt, die Frau war weg und es blieb ihm nur noch die Tochter. Und die hat sich vor kurzem das Leben genommen. Warum auch immer; er weiß es auch nicht. So was kann man eigentlich nur im Suff ertragen und ich leide mit ihm zusammen und so lassen wir beide uns langsam voll laufen…
...Also, er war in einer gemütlichen Kneipe und schluckte sich so ganz genüsslich ein rein und da setzte sich der zu ihm an den Tisch. Und dann kamen sie ins Schna-cken. Der junge Mann erzählte ihm er wäre auch zur See gefahren, zuletzt als Assi auf der LEUNA ZWEI. Das ist ein ostzonaler Tanker.  Sein Vater ist ein ganz hohes Tier bei der Deutschen Reichsbahn – Präsident – sagt er. Aber irgendwann ist er als politisch unzuverlässig eingestuft worden und dann durfte er nicht mehr fahren. Nur noch im Hafen arbeiten auf einem Bagger. Und nun wollte er weg. Ob ihm der Bootsmann dabei helfen könnte. „Na klar“, sagte der in seinem Du-nas. Und dann haben sie ausgeheckt, wie sie es machen wollten, ja, und dann machten sie’s. Der Scheich ging an Bord zurück und um Punkt zwei Uhr schmiss er eine Knüppelleiter auf der Wasserseite über die Kante.
„Und“, sag ich „das, wo wir ein schneeweißes Schiff sind und wo auch in stockdunk-ler Nacht selbst ein besoffener Iwan von da gegenüber einen empor kletternden Menschen an unserer Bordwand gar nicht übersehen kann?! Mann, ich glaubs ja nich…“
 Egal. Der junge Mann ist zum Strand gegangen, hat dort seine Klamotten verbud-delt und ist dann in der Unterhose los geschwommen. Und war pünktlich an der Leiter. Hoch an Deck und dann hat ihn der Scheich in seine Kammer gebracht.
„Ja – und nun? Die machen doch vor Auslaufen die ganz große Schiffsdurchsuchung hier, wo willst du den denn dann verstecken?! Schornstein? Maschine? Kabelgatt? Oder irgendwelche Schapps? Kennen die doch alles.“
„Ich hab gedacht Timmärmann,  ich lege ihn in Luk Zwäi da so einfach zwischen de Sommerdeckel…“
Zur Erklärung: Sommerdeckel sind eine Besonderheit, die es praktisch nur auf Bananendampfern gibt. Wo im Zwischendeck im Lukenschacht zwischen getrennten Kühldecks die großen Eisdeckel eingesetzt werden – die sind auf hohen, ebenfalls isolierten Kammscherstöcken gelagert – da kommt obendrauf eine Lage Sommerdeckel. Weil man ja die Eisdeckel nicht direkt mit normaler Ladung belasten kann. Die bestehen ja eigentlich nur aus einer 20 cm dicken Korkisolierung, die zwischen dün-ne Bretter eingepackt ist. Dagegen die Sommerdeckel haben die gleiche Funktion wie normale Holzlukendeckel, sind neun Zentimeter stark, dafür nur zwanzig breit. Über den Sommerdeckeln liegen wie auch sonst in dem gesamten Kühldeck die höl-zernen Grätings, so dass so ein normaler Vopo da kaum drauf kommen sollte, dass da noch irgendwas drunter sein könnte. Zwischen den Sommerdeckeln und den da-runter liegenden Eisdeckeln bleibt aber ein gut zwanzig Zentimeter hoher Hohlraum.
 Und in diesen Freiraum hinein, da wollte der Scheich den Mann einfach so dazwischen packen. Ohne im Geringsten zu bedenken, ob der da wirklich zwischen passt, und wenn überhaupt, wie lange der da aushalten muss, ohne sich rühren zu können. Ich sage „Nee, das kannste nich machen, Scheich! Das geht irgendwie schief und wenn der dabei zu Schaden kommt, dann sind wir dran und wenn wir dann mit dreieinhalb Jahren davon kommen, dann könn’ wir von Glück sagen…“ Wir? Ich habe mich damit schon – automatisch und unbewusst – vom Gefühl her mit in die Sache rein gehängt. „Also, ich hab ne bessere Idee. Wir packen ihn inne Bilsch!“
„Inne Bilsch?“ fragt Richard? Maschine oder…“
“Nee, in Luk eins“ sag ich. „Was Besseres gibt’s gar nicht. Die sind absolut sicher und sauber und da kommt keine Sau drauf von denen“.
„Meinste wirklich?“
„Ja, mein ich. Ist unsere einzige Schangs. Die Arschlöcher hier ham doch mit ihren paar alten Scheißdampfern keine Ahnung, wie ein modernes Kühlschiff konstruiert ist oder? Denen ihre sind doch uralte Zossen!“
 Die Bedingungen sind der reinste Glücksfall. Luke eins ist fertig mit Löschen und sogar schon sauber gemacht. Die MacGregors sind dicht. Die Laderaumbilgen von ‚eins’ befinden sich beiderseits im hinteren Teil des Unterraums. Sie sind verborgen unter den Grätings und ebenfalls mit einem kleinen Eisdeckel abgedeckt. Schließlich müssen die Unterräume besonders gut isoliert sein, weil darunter auch geheizte Brennstofftanks verlaufen. Unter dem kleinen Eisdeckel an Backbord befindet sich ein mit Hutmuttern aus Messing verschraubter Mannlochdeckel. (Bei uns ist eben alles nur vom Feinsten). Die Bilge darunter hat Stehhöhe und ist geräumig. Zur Schiffsmitte hin steigt sie steil schräg an; dahinter beziehungsweise darunter ist der Tank. Aber – oben über den Tank kann man rüberkriechen zur anderen Bilge an Steuerbordseite. Die Werft hat da ganz bewusst die Tankoberseite von dem darüber liegenden isolierten Ladungsdeck getrennt gehalten.
„Okay!“ sagt Ritchie, ja, das ist die Idee überhaupt! Das müssen wir dann alles bestens organisieren“. Und dann entwickeln wir unseren Plan. Wen müssen wir oder wen dürfen wir höchstens einweihen? Also so wenig wie möglich. Von der Schiffsleitung möglichst gar keinen; wer weiß, wie die reagieren… Aber den Nachtwachmann, den brauchen wir dazu. Die Nachtwache, das ist Oskar und auf den könn’ wir uns verlassen, denk ich...
...Kreuzer kommt rein. „Wir haben gleich den Lotsen und inner halben Stunde sind wir vor der Schleuse in Holtenau. Zeit zum Fertigmachen. Unser Flüchtling sieht gut aus in seinem fast neuen Khakipäckchen. Er verspricht hoch und heilig, dass er sich meldet, sobald er Fuß gefasst hat in der BRD. In der Schleuse wird er von zwei Poli-zisten abgeholt. Ein letztes Winken. Es ist Sonntag, der 20. September 1964. So gegen 16.00 Uhr. Seinen Namen habe ich gar nicht erst behalten. Keiner auf der CAP VALIENTE hat je wieder was von ihm gehört. Viel später mal kommt mir die Sache mit dem verratenen Tankversteck auf dem Kümo in den Sinn. Wie zum Hen-ker haben die das bloß rausgekriegt? Ja, und dann noch dieses rätselhafte Verhal-ten unseres Zweiten Offiziers da in der Luke . . . Ob der Flüchtling überhaupt echt war? – Oder vielleicht nur ein lausiger Spitzel, der die Fluchtwege auskundschaften sollte. 

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