Band 31

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Sonne, Brot und Wein

Band 31 

in der Buchreihe "Zeitzeugen des Alltags"

Thomas Illés d.Ä.

 


Thomas Illés d. Ä.

erzählt in diesem Band 31 der

     Sonne, Brot und Wein     

aus seinem und seiner Frau jahrelangem Leben als Langzeitsegler unter mediteraner südlicher Sonne.  Urlaub ohne Kofferschleppen auf dem eigenen Segelboot war der Traum dieses Paares.  Freud und Leid des Alltags in Marinas, auf Ankerplätzen und in Bootswerften in Tunesien, auf den Balearen und auf Sardinien, auf kurzen und längeren Segeltörns im westlichen Mittelmeer werden ausführlich geschildert.

Die Reiseberichte und Tipps des erfahrenen Skippers in diesem Band können allen, die von ähnlichen Träumen inspiriert sind, dazu verhelfen, die Realitäten besser einzuschätzen.

Leseprobe:

Über Langzeitsegler

Wir – Thomas (68) und meine Frau Therese (55) – gehören der weitgehend unbekannten Menschenrasse Langzeitsegler an.

Freizeitsegler, die kennt man, die segeln nach getaner Arbeit, an Wochenenden oder im Urlaub.  Man nennt das Hobby, obwohl es oft, wenn auch nicht immer, viel mehr ist: Leidenschaft, Lebensphilosophie.  Einige haben ihr eigenes Boot, auf einem Binnensee oder auch auf dem Meer, die meisten chartern aber eines mit ein paar Freunden oder Bekannten zusammen während weniger Urlaubswochen pro Jahr.  Chartercrews sind Menschen, die ihre Arbeitsalltagshektik, den Termin- und Effizienzdruck unseres Turbokapitalismus, mit anderen Mitteln fortsetzen.  Auch wenn sie es selber nicht merken – ich weiß wovon ich spreche, ich selber konnte früher auch nur im Urlaub segeln.

Bekannt sind auch die Weltumsegler (Insider sprechen lieber von Blauwasserseglern oder Langstreckenseglern).  Obwohl es sich seit Kolumbus herumgesprochen hat, dass die Welt rund ist, ist es immer noch etwas Besonderes, seine Heimat in westlicher Richtung zu verlassen und nach drei oder mehr Jahren vom Osten her heimzukehren.  Die meisten machen Station in der Karibik, fahren durch den Panamakanal und überqueren den Pazifischen Ozean, laufen Südseeinseln mit exotisch klingenden Namen an, obwohl inzwischen auch dort die gleichen Getränke-, Hosen- und Hamburgermarken konsumiert werden.  Die unendlichen Weiten der Ozeane, viele Wochen lang nur Wasser und Himmel, sind aber noch die gleichen wie vor Jahrhunderten.

Alle diese Menschen sind so genannte Fahrtensegler – dies im Gegensatz zu den Regattaseglern, die nicht nur einfach von A nach B gelangen, oder die Faszination der Tatsache, dass sie und ihr Boot sich allein mit der Kraft des Windes fortbewegen, erleben wollen, sondern Rennen fahren.

Was sind aber Langzeitsegler?  Menschen, die viele Monate, Jahre, auf ihrem Boot leben, ohne deshalb gleich die Erde zu umrunden.

Manche tun es zwar, sie sind aber eher die Ausnahmen.  Ihr auffallendstes gemeinsames Merkmal ist, dass sie Zeit haben.  Wie auch das auffallendste Merkmal der meisten anderen Menschen genau das Gegenteil ist, zumindest in den hoch entwickelten Ländern, wo die Mehrheit genug oder mehr als genug Geld hat; eine geräumige Wohnung oder Haus; mindestens ein Auto; sofort die Kleider wechselt, wenn irgendwo ein Fleckchen erscheint; überinformiert, überstylt und überarbeitet ist – aber keine bis gar keine Zeit hat.  Langzeitsegler haben von all dem die Nase voll.  Vom Erfolgszwang – sonst verliert man den Job.  Vom Uniformzwang wie Anzug und Krawatte  – sonst hat man keinen Erfolg.  Vom Wettbewerb, Kosten- und Termindruck, vom Leben mit einem Auge auf dem Sekundenzeiger, dem anderen im Terminkalender.  Vom gepflegten Rasen und dem neuen Auto – vielleicht nur Nachbarn zuliebe, die man gar nicht leiden kann.

Langzeitsegler sind Rentner, Frührentner oder auch Menschen, die noch hätten Geld verdienen können, aber es nicht mehr wollten.  Sie haben meistens ein mittleres oder bescheidenes Einkommen, wenige sind arm, noch weniger reich.  Manche sind temporäre Langzeitsegler, müssen also nach ein, zwei Jahren wieder arbeiten gehen – vor allem die Jüngeren.

Während die typische Chartercrew darüber diskutiert, ob sie morgen erst um acht oder schon um sieben auslaufen will, überlegen Langzeitsegler, ob sie sich im April, Mai oder erst im Juni auf den Weg machen wollen.  Auf einer typischen Charteryacht drängen sich sechs bis acht Menschen.  Langzeitsegler sind meistens zu zweit, Mann und Frau, einige sogar allein – mehr als zwei ganz selten, es sei denn, mit den eigenen Kindern; das kommt auch vor.

Und was kostet das?  Sagen wir es so: Man kann sich ein Eigenheim und ein „anständiges“ Auto kaufen – oder eine Segelyacht, so um elf, zwölf, maximum etwa fünfzehn Meter.  Konkreter?  Ab hunderttausend (Euro, Dollar, Schweizerfranken) kann man dabei sein.  Manche schaffen es sogar mit weniger, vor allem handwerklich Hochbegabte; wir kennen aber auch Leute, die eine halbe oder fast ganze Million für ihr Boot ausgegeben haben.  Viel Geld?  Ja – was kostet ein Einfamilienhaus im Raume Aarau, Bremen oder Chicago, mit dazugehörendem Audi, BMW oder Chrysler?

Was kostet die Welt?  Du kannst sie befahren, jede Küste, jede Insel erreichen – allein mit der Kraft des Windes!  Und, das garantiere ich: Dein Ansehen, dein „Wert“ ist völlig unabhängig davon, wie viel oder wie wenig du für dein Boot ausgelegt hast – auch das finde ich bei uns Langzeitseglern ganz, ganz schön.


Kurs Sardinien

Mittwochmorgen kurz nach acht hieven wir den Anker hoch, fahren aus der Bucht und nehmen Kurs auf Sardinien auf, 076 Grad, also etwas nördlicher als Ost.  Wir haben zunächst Südwind Stärke vier, ideal.  Wir setzen also alle drei Segel und stellen die Maschine ab.  Leider nimmt der Wind aber stetig ab und dreht östlicher, so müssen wir wieder die Maschine starten, haben doch keine Lust tagelang unterwegs zu sein respektive dahinzudümpeln.  Segeln wäre sicher schöner als motoren, sonst sind wir aber zufrieden, freuen uns, endlich nach Sardinien unterwegs zu sein.  Charlotte und Karl konnten auch nur Gutes über diese Insel berichten, sie sei landschaftlich sehr schön, biete viele Ankerbuchten und die Sarden seien sehr freundlich, hilfsbereit, ehrlich.  Obwohl sie sich nicht als Italiener verstehen, gibt es keine militante Unabhängigkeitsbewegungen wie auf Korsika oder im Baskenland.

Zwei, drei andere Segler fahren im größeren Abstand etwa in die gleiche Richtung.  Ein großer Delphinschwarm scheint leider ein anderes Ziel zu haben, er zieht, ohne uns zu beachten, gegen Süden.  Wohin schwimmen sie wohl?  Wozu?  Ich weiß nicht, wie weit das erforscht ist.  Therese sieht sogar einen Wal, respektive seine Fontäne.  Nachts genießt sie einen wunderbaren Sternenhimmel.  Als ich die Wache übernehme – wir wechseln in Dreistundenrhythmus – dauert der Genuss nur kurz, dann geht der Mond auf und löscht die Sterne bis auf die allerhellsten.  Ich kann noch eine halbe Stunde segeln, dann ist wieder zu wenig Wind von zu weit östlich.

In meine nächste Wache fällt der Sonnenaufgang.  Er dauert eine ganze Stunde.  Zuerst erscheint nur ein kurzer, schmaler, etwas hellerer Streifen an der ost-nordöstlichen Kimm (Horizont).  Verfärbt sich über schmutziggrau zu dunkelviolett.  Wird langsam breiter und heller, das Wasser ist nun auf jener Seite auch eindeutig heller als sonst ringsherum.  Irgendwann kommt orange dazu, und als der oberste Teil gelb wird und der Himmel blassblau, steigt eine feuerrote Scheibe, zunächst komisch deformiert, wie halt Neugeborene sind, hoch.  Sie wird auch zuerst orange, dann gelb, bis sie rund und weißglühend den Schweiß aus allen Poren zu treiben beginnt.  Und dabei denke ich, wer von den so genannten normalen Menschen hat schon das Privileg, eine ganze Stunde nichts anderes zu tun, als auf die Sonne zu warten?  Noch dazu bei völlig ungehinderter Sicht?

Am frühen Nachmittag kommt Land in Sicht, dann löst mich Therese ab.  Als ich nach etwas mehr als zwei Stunden wieder rauskomme, sieht man nicht nur verschiedene Grautöne am Horizont, sondern viele Details.  Eine Steilküste mit schroffen Felsen, am Kap einen Leuchtturm, bald auch die Einfahrt in die Bucht Porto Conte.  Sie ist riesig, von der breiten Einfahrt bis zum vorgesehenen Ankerplatz sind es mehr als drei Meilen.  Karl hat mir die Koordinaten von zwei Plätzen aufgeschrieben, wo sie geankert hatten, da halte der Anker gut.  Andere Stellen sind dicht mit Seegras bewachsen, das ist kein guter Ankergrund.  Wir entscheiden uns für jenen weiter weg vom kleinen Hafen in der Hoffnung, dass es da ruhiger sei.  Die Schwierigkeit ist, dass hier nicht durchgehend Sand liegt, sondern nur einzelne Sandflecken, die gilt es mit dem Anker zu treffen.  Das erweist sich als gar nicht so einfach, der zweite Versuch gelingt aber.  Ich gebe rückwärts Gas, bis zu 2500 Touren; der Anker hält.  Maschine aus.


Càgliari

Das Besondere an unserem letzten Ankerplatz waren die Farben.  Es ist kaum bekannt, dass es im Norden Sardiniens unzählige vorgelagerte Insel und Inselchen gibt, ihre Namen kennt auch kaum jemand, mal abgesehen von den „Eingeborenen“.  Wir ankerten einmal mehr zwischen respektive in relativer Nähe von mehreren Inseln.  Die höchste bestand aus schroffen grauen Felsen, wie einer der berühmten Alpengipfel.  Die vor uns war dicht mit saftig grünen Pflanzen bewachsen, geradezu lieblich.  Und die links von uns bestand aus dem schon im Maddalena-Archipel vorgefundenen rosaroten Gestein, das so aussieht, wie wenn den ganzen Tag Morgen- oder Abenddämmerung wäre.  Dazu natürlich die vielen Farben des Wassers, des Himmels, der Wolken – sagenhaft schön.

Leider kam der Wind und auch etwas Schwell aus einer nicht vorgesehenen Richtung, wir lagen also nicht ganz so ruhig wie wir es mögen.  Also holten wir bereits nach einer Nacht den Anker wieder hoch, nicht ohne vorher noch ein Bad zu genießen.  Es sah zuerst nach Motorenfahrt aus, nach einer Stunde – Kältespeicher und Batterien waren gerade genügend geladen – kam aber Wind auf, und wir setzten Segel.  Zuerst lief es wunderbar, gerade genug Wind, um vernünftige Geschwindigkeit zu haben und noch praktisch keine Wellen.  Dann drehte der Wind etwas zu unseren Ungunsten, wir konnten den Kurs nicht mehr halten.  An Steuerbord lag die Küste, wir konnten also nicht abfallen, also wendeten wir und segelten eine Weile in Richtung offene See.  Der Wind nahm auch etwas zu, somit auch der Seegang, ich musste die Windschutzscheibe schließen damit die Instrumente und meine Brille nicht vollgespritzt wurden.  (Segelnde Brillenträger werden ganz böse diskriminiert, dagegen hilft keine Menschenrechtserklärung, kein Gesetz.  Die halbe Zeit putzen sie wie wild ihre Gläser, die andere Hälfte blinzeln sie trotzdem durch salzverkrustete Gucklöcher.)  Als der nächste Waypoint etwas achterlicher als querab lag, wendeten wir wieder und segelten bis in die Nähe des Hafens.

Unser telefinino – Italiener nennen ihre Handys tatsächlich so – hat sich auch bewährt.  Therese rief unseren Zielhafen an.  Jawohl, sie hätten Platz für uns, sie solle bei Hafeneinfahrt auf Kanal neun – diesmal dann doch Seefunk – rufen, dann komme jemand helfen beim Anlegen.

Dieser Hafen La Caletta wird von einem Circolo Nautico (Yachtclub) betrieben.  Er ist schön, die Preise sind als moderat zu bezeichnen.  Hier können wir also ruhig einige Tage bleiben, bis wir bei möglichst günstigen Bedingungen nach Arbatax weiterfahren können.  Wann das der Fall sein wird, lässt sich allerdings nicht so ohne weiteres bestimmen.  In dieser Gegend scheint sich Eolus der Windgott wenig darum zu kümmern, was die Deutschen Wetterpropheten von ihm erwarten.  Mittags um zwölf stellt er einen kräftigen Ost an und lässt ihn blasen, bis Schiff sowie das ganze Land tüchtig ausgelüftet sind.  Dann drosselt er ihn auf sanft und lässt den ganzen Himmel in diversen zarten Rosatönen erstrahlen, die sich im Wasser spiegeln.  Die hintereinander liegenden Bergketten zeichnen sich vor diesem Hintergrund in diversen Grautönen ab, nur die nächsten lassen noch eine Andeutung von Grün erkennen.  Kein Maler, kein Photograph hat diese Schönheit je verewigen können, es ist so flüchtig, so unfassbar wie das ganze Leben.

Langsam lässt der Wind doch nach.  Die Böen sind weniger gewalttätig, die Pausen zwischen den einzelnen länger.  Zwei Tage und Nächte hat es geblasen wie der Teufel, bis über vierzig Knoten in den Böenspitzen.  Vierzig Knoten, das ist so, dass Therese sich an einem Laternenpfahl festhalten musste, wie eine Besoffene um nicht mit den frischen Brötchen – panini – ins Wasser zu fliegen.  Was hätten wir dann frühstücken sollen?

Als es losging, wurde ANEKI bis zum Steg nach hinten gedrückt.  Wir hängten ihren Spiegel voll Fender und überlegten dann, ob wir eine lange Leine bis zum gegenüberliegenden Steg ausbringen sollen.  Dann kam aber einer der netten Männer von der Marina aufs Schiff.  Er verlangte eine dünnere Leine, bestieg damit den Fifi, Therese zog ihn zum Bug.  Er machte die dünne Leine an der Mooring fest, ein Nachbar und ich nahmen sie über die Ankerwinde und hebelten etwa einen Meter der Mooringleine hoch, fast bis zu der Kette.  Nachher brachten wir noch eine dritte Heckleine aus in Luv, quer auf die andere Seite.  Dass wir so Ruhe gehabt hätten, wäre zwar maßlos übertrieben, der Wind pfiff und heulte, ANEKI drehte und wandte sich und ruckte, wir lagen aber sicher – allzu gut schliefen wir trotzdem nicht diese zwei Nächte.

Am zweiten Morgen weckte mich intensiver Rauchgeruch.  Erst dachte ich, der Nachbar raucht aber abartiges Zeug, als meine Sinne aber etwas klarer funktionierten, roch es nicht nach Tabak sondern Holz.  Es muss also irgendwo einen Waldbrand geben, irgendwie waren auch die Luft, das Licht ganz seltsam.  Bald erschien auch ein Löschflugzeug, oder vielleicht auch mehrere alternierend, robuste Zweimotorige von grellgelber Farbe.  Sie nehmen das Wasser im Tiefflug über dem Meer auf, fliegen dann in den dichten Rauch, fast in die Flammen rein und werfen das Wasser ab, der Spaß verlangt höchstes fliegerisches Können, ich habe eine absolute Hochachtung vor diesen Typen.  Erst durch diese Spezialflugzeuge hat man eine reelle Chance, Waldbrände einigermaßen unter Kontrolle zu bringen.

Mit leichtem Wind segelten wir weiter nach Arbatax.  Er kam zwar nicht aus der optimalen Richtung, bei dem moderaten Seegang konnten wir aber gut hoch am Wind kreuzen.  Für die letzten paar Meilen mussten wir trotzdem den Diesel starten.  Zunächst lief er normal, dann glaubte ich aber ein ungewöhnliches, klopfendes Geräusch wahrzunehmen.  Therese bestätigte es.  Auch der Öldruck war niedriger als normal.  Es kann doch nicht sein, dass die revidierte Maschine einen Lagerschaden hat!  Ich nahm die Leistung bis zum Leerlauf zurück, dann blieb sie auch stehen.  Verdammter Mist! Ich kontrollierte das Ölniveau, es lag in der Mitte zwischen Minimum und Maximum, es schien mir aber zu heiß, zu dünn, ich konnte aber nichts mit Sicherheit sagen.  Ich startete sie wieder und schlich mit nur 1.800 Umdrehungen in den Hafen.  Mein Herz klopfte nicht minder als der Diesel.

Kaum waren wir fest, machten wir uns an den Ölwechsel, der sowieso fällig war.  Unsere Maschine hat zwar eine fest angebaute Ölabsaugpumpe, mühsam ist es trotzdem.  Eng ist es da ja immer und jetzt auch noch heiß; das Öl muss bei warmer Maschine gewechselt werden, kalt ist es zu dickflüssig und eventuelle Verunreinigungen setzen sich ab.  Außerdem hat kein ausreichend großes Gefäß Platz, es muss halbliterweise herausgeholt werden und es ist ein schwieriger Balanceakt, nichts von der rabenschwarzen Brühe zu verschütten.  Dann muss auch der Ölfilter gewechselt werden.

Als das neue Öl endlich eingefüllt war, startete ich die Maschine.  Der Öldruck war wieder normal, wir glaubten auch kein „komisches“ Geräusch zu hören – dafür raucht sie jetzt aber.  Ich kann mir das nicht erklären.

Trotzdem nahmen wir unsere geplanten Ausflüge in Angriff.  Von Arbatax fährt eine Schmalspurbahn nach Càgliari durch die Berge.  Die Strecke wurde um die Jahrhundertwende gebaut, und um Kosten für Tunnels und Brücken zu sparen, verläuft sie in großen Bögen bis an die Enden der zahlreichen Täler.  Felsen, Wälder, Berge, Täler, sogar ein – jetzt im September ziemlich leerer – Stausee.  Es ist tatsächlich eine schöne Strecke.  Unser Handicap ist nur, dass wir jahrzehntelang in der Schweiz gelebt haben und viel Eisenbahn gefahren sind.  Wenn man die Gotthardstrecke gut kennt, nach Arosa, St. Moritz, Zermatt, dem Genfersee entlang mit der Bahn gefahren ist, bestehen kaum diesbezügliche Steigerungsmöglichkeiten – es sei denn, man genießt es, mal richtig durchgerüttelt zu werden.

 

Die Lage von Càgliari ist schön, es gibt einige sehenswerte Gebäude, Altstadt-Gassen, Aussichtsterrasse, gute Restaurants; ein Tag und eine Nacht sind aber völlig ausreichend.  In einem Museum waren wir tief beeindruckt von achttausend Jahre alten Steinfigürchen, die auch von einem Künstler unseres Jahrhunderts hätten stammen können.  Es gab aber auch viele erstaunlich fein, detailreich gearbeitete Bronzefiguren.

Auf der Rückfahrt lasen wir Zeitungen.  Erst vor wenigen Tagen fanden die unfassbaren Terroranschläge in Manhattan und Washington statt, darüber wollten wir uns doch näher informieren.  Viel Gutes konnten wir nicht finden auf den anderthalb Kilo Papier.  Trauer, Wut, ein paar Solidaritätserklärungen – und als Zukunftsaussicht mehr Gewalt, mehr Militär und auch mehr Profit, wenigstens für die Rüstungs- und Zementindustrie.  Dann ist ja alles in Ordnung, oder?  Wobei ich doch einen Satz eines Prominenten, nämlich des Schweizerischen Bundespräsidenten Leuenberger, zitieren möchte: Wer heute Böses leidet, wird morgen böses tun!

Ginge es nicht auch anders?  Nach der Inquisition, zahlreichen Völkermorden, zwei Weltkriegen, dem Kalten Krieg?  Wird die Menschheit nie erwachsen?


Aus druck- und versandtechnischen Gründen fand leider nur etwa ein Drittel des von Thomas Illés vorliegenden 600-Seiten-Textes über sein Leben auf seinem Segelboot ANEKI in diesem Band Platz.   Fortsetzung im Band 32 in dieser gelben Reihe. 

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Fragen Sie bei Interesse beim Herausgeber nach: Tel.: 040-19091132  oder 040-18090948 

Fax: 040-18090954


Leseprobe aus Band-32-Text:

Die Nordküste Mallorcas mit ihren schroffen Felsen ist, auch wenn man sie schon einige mal gesehen hat, ein Erlebnis. Heute konnten wir unsere Augen bei nahezu idealen Bedingungen an ihr weiden lassen: leichter räumlicher Wind, gerade genug, um mit der Genua allein vernünftige Fahrt zu machen, dabei praktisch kein Seegang. Wenn nicht Felsen und Kaps langsam doch nach achtern auswandern würden, könnte man annehmen, man stehe still. Halb hinter uns, im Gegenlicht, sahen wir die hintereinander liegenden Bergketten nur in diversen Grautönen, nur weiter vorne, von der Son­ne beschienen, konnten wir Farben unterscheiden, hellere und dunklere Felsen und viele Grüntöne, die Hänge mit niedrigem Gras bewachsen, aber auch viele Nadelbäume. Nur an ein, zwei Stellen einige Gebäuden, weiter hinter der Küste. Nichts deutete darauf hin, dass sich auf dieser Insel gegenwärtig wohl eine Million Touristen tummeln – nebst ein paar Einheimischen und Daueraufenthalter.

Wir sind schon kurz nach sieben aufgestanden. Das Ablegen von einer Boje ist in einer Minute erledigt, es ist nur eine einzige Leine zu lösen – fertig. Bis zum nordöstlichsten Kap Mallorcas fuhren wir mit Maschine, dann rollten wir die Genua aus und konnten den Diesel abstellen – himmlische Ruhe. Wir diskutierten kurz, ob ein Fels eher ein Drachen mit einem Riesenarschloch – meine Sichtweise – oder ein Saurier mit abgeschnittenem Kopf sei, was Therese sehen wollte. Sie fand meine Version vulgär, ich ihre blutrünstig. Und als Therese definitiv in der Weltbetrachtung versank und ich überflüssigerweise irgendwas am GPS fummelte, fand Neptun, es sei der richtige Moment, uns daran zu erinnern, dass man immer ein Auge, ein Ohr und einen siebten Sinn für die See bereithalten müsse: eine plötzliche, heftige Bö aus Nordwest, also aus der total „verkehrten“ Richtung. Die Genua stand back, schlug wild um sich, Therese versuchte sie zu wenden, was aber nicht ging weil der Wind aus allen Richtungen gleichzeitig zu wehen schien. Mit einiger Mühe gelang es mir soweit in den Wind zu drehen, dass wir sie einrollen konnten. Es ist nichts weiter passiert, aber wir haben die Botschaft kapiert: nur Landschaft bewundern und irgendwelchen Gedanken nachhängen reicht nicht auf See – und wenn sie noch so friedlich ist.

Sóller war ziemlich voll, aber mit etwas Mühe fanden wir doch ein halbwegs vernünftiges Plätzchen, um unseren Anker zu werfen – beim zweiten Versuch hielt er sogar. Irgendwie hatten wir diesen Naturhafen schöner in Erinnerung – vermutlich liegt das daran, dass die Bucht von Pollensa, wo wir die letzen zwei Tage lagen, wirklich „die schönste“ auf Mallorca ist, wie es auf dem erhaltenen Merkblatt stand. Man gewöhnt sich eben fast unbemerkt an der Schönheit um sich herum; Therese sagte zwar, dass jener der Ort auf Mallorca sei, wo man „normale“ Ferien machen sollte. Es ist alles vorhanden, kleiner Sandstrand, aber auch steinige und bewaldete Küsten, Wassersportmöglichkeiten, aber alles irgendwie friedlicher, gemütlicher als anderswo, ohne Massenbetrieb, ohne das zwanghafte sich „amüsieren müssen“, koste es was es wolle an Nerven und Hektik.

Irgendwie gefiel es uns diesmal auch sonst nicht in Sóller. Es herrschte schon ein ziemliches Gedränge, dann kam aber noch eine recht grosse Motoryacht und legte sich ausgerechnet ziemlich nahe neben uns. Sollte Wind aufkommen, liegt man ungern neben so einer schwimmenden Burg. Nach und nach lernten wir die Leute an Bord unterscheiden. Ob der Typ oben auf der Dachterrasse – Entschuldigung, fly bridge heisst das wohl auf diesen Dingern – der Eigner war oder der angestellte „Captain“, war zwar zunächst nicht klar, sein lässig-gekonnter Umgang mit den vielen Hebeln und Knöpfen liess aber eher auf ein Profi schliessen und auch die Art, wie er dem jungen Mann vorne am Anker mit knappen Fingerbewegungen seine Kommandos übermittelt hat. Dieser – später erschien noch ein zweiter von der gleichen Sorte – war von schwarzer Hautfarbe und seine und seines Kollegen Rolle an Bord, politisch unkorrekt aber zutreffend, die des „Negers“. Von den Herrschaften sah ich zunächst nur zwei Frauen, eine ganz junge und eine Erwachsene. Erstere stellte ihren wohlgeformten, nahtlos braungebrannten Hintern öffentlich zur Schau, es sei denn, sie betrachtete jenen schmalen Stoffstreifen, der unsichtbar in ihrem Spalt verschwunden war, als Bekleidung. Die andere liess das Ankermanöver völlig unbeteiligt über sich ergehen, stand dann aber auf von ihrer Liegewiese, fand unter ihren Brüsten ein anderes Stückchen Stoff, das sie mit einigen Mühen soweit hochgearbeitet hat, dass ihre Brustwarzen knapp verdeckt waren. Ich hatte also nicht den geringsten Anhaltspunkt, dass es sich um strenggläubige Musliminnen oder katholischen Nonnen auf Urlaub handeln dürfte und nahm mein eigenes Abendritual in Angriff: ich schwamm einmal um Aneki, rieb mich dabei etwas an jenen Teilen meines Körpers, die nach so einem langen, heissen Tag unfrische Duftnoten verbreiten könnten und setzte mich neben Therese an Deck, um die Hygiene mittels eines in Süsswasser getauchten Wasch­lappens zu vollenden. Plötzlich stiess die Kleine mit dem de facto, wenn auch möglicherweise nicht de jura, nachten Arsch einen entsetzten Schrei aus: „Iiiiiii, die sind ja nackt!“ Therese schrie etwas zurück – was genau, weiss ich nicht, der Notenwechsel fand italienisch statt, freundlich hat es aber nicht geklungen – und verzog sich aber unter Deck. Ich hingegen dachte, die kann mich mal und beendete meine Verrichtungen, wobei ich aber, das muss ich ehrlichkeitshalber doch zugeben, meinen süssen Hintern... nein, das ist falsch, meinen Hintern mit Süsswasser, nicht ganz mit der gewohnten Gründlichkeit nachgespült habe.

Später, berichtete Therese – ich war unter Deck am Mailen und hörte es nicht – ist die kleine total ausgerastet, schrie aus Leibeskräften hysterisches, unverständliches Zeug. Als es dann dunkel wurde, sassen die Herrschaften adrett gekleidet auf dem Achterdeck und spielten Karten, derweil der eine „Neger“ die ganze Zeit in der Küche hantierte und der andere etwas abseits bereitstand. Der „Captain“ brüllte hie und da irgendwas unter Deck, worauf der Herr im eleganten, hellblauen Hemd jeweils mit „Basta!“ geantwortet hat. Es war ein unangenehm schwüler Abend, was auch einer französischen Crew zu schaffen machte: jenen Streit, vor allem die eine Männerstimme, dürfte niemand im Umkreis von zehn Meilen überhört haben. Der Äusserung meines Täubchens, möglicherweise sei dies ihr letzter Saison auf dem Schiff, sie fühle sich nirgends zuhause, nirgends dazugehörend, konnte ich da nicht viel entgegensetzen.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Andraitx – unter Maschine, der versprochene Wind fand nicht statt – füllten den Dieseltank randvoll und machten am öffentlichen Steg fest; da kostet es nur 17,67 Euros.

Ich schlug vor, das Nachtessen in jenem französischen Restaurant einzunehmen, das wir beide in bester Erinnerung haben und die Idee fand begeisterte Aufnahme. Es wäre also alles wunderbar, wenn... ja, wieso müssen immer wir solche „wenns“ haben, verdammt nochmal? Richtig: genau diesen Satz hatten wir schon mal, vor zwei, drei Wochen, als Therese ihre schlimme Grippe bekommen hatte. Nun, diesmal habe ich sie. Es ist müssig, darüber nachzudenken, ob sie mich doch angesteckt hat – was eine unwahrscheinlich lange Inkubationszeit bedeuten würde – oder nicht, das wäre höchstens für die Seuchologen interessant oder wie jenes Disziplin der medizinischen Wissenschaften auch heis­sen mag. Mein Vorteil als „Nachahmetäter“ ist, dass wir von Anfang an wussten, worum es sich handelt, also probierten wir es gar nicht erst mit Prinzip Hoffnung und irgendwelchen harmlosen Kügelchen und Tröpfchen. Ich verbringe diese Tage also vorwiegend mit Liegen und Lesen, schlucke von Anfang an die von Corinne, der Schweizer Hochseeapothekerin, für diesen Fall vorgesehene Pillen und als sich Klang und Gefühl meines Hustens plötzlich änderten und zu den diffusen Kreuz- und Bauchschmerzen auch die Brust anfing weh zu tun, mussten wir auch nicht erst ein, zwei Tage mit „Medizinstudium“ vergeuden sondern wussten sofort: Aha, das ist nun die nachfolgende bakterielle Infektion der Bronchien, die mit Antibiotikum bekämpft werden kann und muss. Es geht mir also insgesamt nicht so dreckig wie vor ein paar Wochen Therese – und nachträglich tut sie mir noch mehr leid, ich finde nämlich, mir geht es schon schlecht genug. Wir glauben, dass sie haarscharf an einer Lungenentzündung vorbeigeschrammt ist.

Die gute Nachricht ist, dass wir die ersten zwei Tage neben einem deutschen Paar lagen, mit denen wir drei Bücher tauschen konnten. Sie gaben uns auch viele Tips für die spanische Küste.

Gestern hat es wieder mal viel und lange geregnet, die Nacht war stürmisch, die sogenannte Nachtruhe ein entsprechend schlechter – sehr schlechter – Witz. Irgendwann gegen morgen wurde ich durch grosse, klatschnasse Stellen am Unter- und Oberleintuch geweckt. Verdammt, ich habe es offenbar nicht gemerkt, dass es wieder geregnet hat, das eine kleine Fensterchen war offen. Als aber Therese wieder zu mir kam – sie schlief diesmal im Salon, damit sie jederzeit raus könnte bei Bedarf, wenn ich schon am Abserbeln bin – sagte sie, es habe gar nicht geregnet, das sei alles mein Schweiss. Abartig, was so eine Grippe mit einem anstellt. Aber auch da gibt es gute Nachricht: zumindest beim gripperelevanten Teil unserer Hausapotheke gibt es nun keine Fragen zu Ablaufdaten, die noch in der Schweiz gekauften sind verschluckt, ich dezimiere bereits die neuen spanischen.

Meine Grippe und Bronchitis sind nun eindeutig am Abklingen, obwohl mein Befinden immer noch eher das einer Eintagsfliege ist. Oder wie man sich das als Mensch vorzustellen versucht, viel wissen wir ja nicht gerade darüber, wie eine Eintagsfliege ihren einen Tag empfindet, vielleicht meint sie ein unendlich langes, erfülltes Leben zu haben, vielleicht – wahrscheinlicher – meint sie überhaupt nichts. Ich jedenfalls bekomme nun liegend bald ein schlechtes Gewissen, nicht liegend aber bald das Gefühl, ich müsste mich „endlich“ ausruhen. Das ist nicht unbedingt der richtige Zustand für den längeren Schlag nach Ibiza, so wollen wir heute hier im Hafen von Andraitx irgendwo vor Anker gehen. Der Platz an dem Transitsteg wäre eigentlich nur für maximum drei Tage gedacht, es wird langsam peinlich, immer wieder um Verlängerung zu bitten.

Einmal mehr haben wir uns gefragt, wieso es die seltene Ausnahme ist, dass ein Handwerker eine Arbeit anständig fertigstellt. Eine Schlauchverbindung des neuen Trinkwasser-Druckhaltetanks fing, sobald wir uns zwanzig Meilen vom Einbauort entfernt haben, zu tropfen an. Therese zog zweimal die Schlauchbride nach. Tropf, tropf... Also löste sie die Verbindung und zog staunend ein arg deformiertes Etwas heraus, das eigentlich ein Verbindungsstück 13 auf 16 Millimeter hätte sein sollen – die Zahlen konnte man noch lesen – aber geometrisch eher an eine leere Toilettenpapierrolle erinnerte, die ich vor dem Wegwerfen zusammenzudrücken pflege, damit sie nicht zuviel Platz im Müllsack einnimmt. Wo findet frau sowas?

Der Yachtchandler hatte keines, verwies auf einen Mechaniker. Das Geschäft des Mechanikers war schon lange geschlossen. Auf dem Heimweg traf sie einen Mann auf dem Steg, angeschrieben mit „Yacht Service und Alles“ oder so ähnlich und fragte ihn. Ja, sowas könne er mañana bringen, ja, auch aus Metall. Mañana kam er aber nicht gleich, so ging also mein Täubchen ins Mechanikergeschäft und ward fündig. Es war ein solides, knitterfreies Plastikstück, sie baute es ein – dicht. Na also. Am Nachmittag kam auch der Andere, brachte ein eigens aus mehreren Stücken zusammengebautes technisches Wunderwerk für ganze zehn Euros (das Plastikding kostete eins fünfzig). Da wir jetzt also so ein Ersatzteil haben, können wir sicher sein, dass dieses Problem nie mehr auftreten wird.

An dem gewählten Ankerplatz, ganz hinten im Hafen, durften wir nicht bleiben, da sei seit zwei Jahren Ankerverbot. So verholten wir vor die Hafenmole auf der Südseite, liessen Fifi zu Wasser und ruderten an Land um einzukaufen. Zuerst war es recht ruhig, dann kam aber ein blödsinniger Schwell auf. So an Land zu rudern ist nicht gerade angenehm, wir gaben also den Plan, doch noch in dem französischen Restaurant zu essen, definitiv auf – an Bord assen wir sowieso fast so gut.

Ich fühlte mich zwar noch nicht hundertprozentig erholt, Therese wollte aber unbedingt den für Sonntag vorausgesagten schönen Segelwind nutzen; so wie es aussah, wäre der Montag ein reiner Motorentag geworden. Zumindest war dies das theoretische Bild, was uns die Meteorologen vorgegaukelt haben. Die Praxis sah so aus, dass wir die ganzen fünfundfünfzig Meilen nach Ibiza motoren mussten. Wir lagen in der Marina Santa Eulalia. Nach den ursprünglichen Plänen eines Stararchitekten hätte diese Die Nobelmarina der Balearen werden sollen, nur ging das Geld der Gesellschaft nach Erstellen der Mole bereits aus. Irgendwann konnte der Hafen doch noch in Betrieb genommen werden und dass die Preise nicht ganz so Stararchitekt-Nobelmässig sind wie in Porto Cervo, hat uns nicht übermässig gestört. Nach längerer Zeit haben wir zur Abwechslung die ganz normalen Duschen genossen und für das Nachtessen suchten wir uns ein Restaurant. Ob das Glück war, Erfahrung, oder siebter Sinn: das Essen war sehr gut und der Wein auch noch speziell: Seit Menschengedenken wurde der Wein auf Ibiza mit Thymian (Frigola) mazeriert, einer sehr aromatischen wildwachsenden Pflanze mit anerkannten tonisierenden und magenstärkenden Eigenschaften. Er war aber nicht nur speziell, sondern auch gut.

Obwohl wir gerne etwas mehr von Ibiza gesehen hätten, ist es durch die diversen Erkrankungen und Heilungen von Schiff und Crew inzwischen ja September geworden und wir haben noch einen langen Weg vor uns – also go west, young man. So fuhren wir bereits am nächsten Nachmittag eine Insel weiter – diesmal sogar unter Segel – und liessen den Anker in einer Bucht der kleinen Insel Espalmador fallen. „Zum Glück“ gibt es hier nichts zum Besichtigen, also könnten wir bald weiter, ohne etwas zu verpassen. Wobei, verpasst haben wir Ibiza sowieso um dreissig, vierzig Jahren – damals war sie noch Geheimtyp für Hippies und Künstler, vor allem wohl Lebenskünstler. Heute ist sie fest in touristischer Hand – das bisschen, was wir sahen, natürlich nur ein Küstenabschnitt, trotzdem immer noch sehr schön.

Sobald der Anker hielt, ging Therese schnorcheln, um sicher zu sein, dass er sich wirklich gut eingegraben hat. Diese Gewissheit kam uns bald zugute. Der Himmel bewölkte sich bedrohlich, der Wind frischte auf, es fielen auch ein paar Regentropfen. Ein Segler ging auf Slip, worauf einige andere eiligst ihre Anker einholten und die Bucht verliessen. Wir hingegen konnten in Ruhe unser Scrabble fertig spielen – wie fast immer gewann Therese, ich weiss gar nicht, wieso ich mit ihr spiele – und sogar draussen im Cockpit essen.

Am nächsten morgen dann wolkenlos blauer Himmel und nur gerade soviel Wind, dass Aneki durchgelüftet wurde. Wir beschlossen einen Ruhetag einzuschalten, alle Wetterberichte die wir bekommen zu empfangen und die Navigation vorzubereiten – nicht zu vergessen das klare, warme Badewasser um uns herum zu nutzen.

Zumindest war das der Plan – dann drehte aber der Wind auf Südwest, die Richtung, in die diese Bucht völlig offen ist. Wir beschlossen, in die nur fünfzehn Meilen entfernte Cala Badella zu fahren, wovon unser Hafenführer folgendes zu berichten weiss: Die landschaftlich schönste Bucht an der Westküste Ibizas... Die enge Einfahrt schützt sehr gut gegen Seegang, nur bei starken westlichen Winden... Wir hatten keine starken Winde und überhaupt keine direkt aus West, waren also recht zuversichtlich. Die Fahrt begann auch vielversprechend, wir konnten mit leichtem Halbwind und kaum Seegang sehr angenehm segeln und die Landschaft mit schroffen Felsklippen und wildromantischen, vorgelagerten Inseln war auch sehr schön. Bald fanden wir „unsere“ Bucht. Gemäss Hafenführer gibt es im hinteren Teil der Bucht Festmacherbojen, davor soll man aber ankern können. Nun gab es aber auch schon kurz nach der Einfahrt Bojen, die meisten besetzt, vorwiegend durch kleinere Motoryachten und Boote. Die ersten zwei waren noch frei. An der einen stand etwas kaum leserliches geschrieben, wir schnappten also die andere, zunächst provisorisch, weil es nicht ganz klar war, wie man da sicher festmachen kann; vom Schiff aus war nur eine Schleife aus relativ mickrigem Tau zugänglich. Therese ging also mit Taucherbrille ins Wasser. Unterhalb der Boje sei eine Kette, aber der Schäkel sei viel zu klein; ausserdem hänge da „komisches Zeug“, sie traue dem nicht und gehe die andere untersuchen. Die sei besser, berichtete sie nach einer Weile, an der Kette sei eine rechte Kausch; zugänglich ist das Zeug zwar auch nur vom Wasser aus, sie schwimme aber ja bereits... Ich reichte ihr also einen Festmacher, sie zog ihn mit einigen Mühen durch die Kausch und brachte das andere Ende zurück. Die Boje lag natürlich noch etwas weiter weg, also musste sie wieder an Bord klettern, damit wir zur zweit die Leine soweit dichtholen konnten, dass wir sie am Bug belegen konnten. Danach musste sie nochmals ins Wasser, um die provisorische Verbindung von der ersten Boje zu lösen. Und wenn sich das alles etwas kompliziert liest – es war auch etwas kompliziert, die Übung dauerte etwa fünfzig Minuten. Dann konnte ich die Maschine endlich abstellen – und Neptun den Schwell in dieser „sehr gut geschützten“ Bucht anstellen... Die ganze Nacht stampfte und rollte Aneki wie wahnsinnig, an Schlaf war kaum zu denken, statt dessen konnten wir darüber nachdenken, womit gerade diese Bucht das Prädikat „die schönste“ wohl verdient habe. Es gab zwar links und rechts recht eindrückliche Felsen, wie in tausend anderen Buchten auch, am Ende einen kleinen Sandstrand mit hell erleuchteten Bars und Restaurants und Cafés – na ja... Therese hielt zuerst ein paar Stunden Anker- resp. Bojenwache, weil sie dem etwas altersschwach aussehendem Zeug nicht recht getraut hat und schlafen konnte sie sowieso nicht. Ich auch nicht, obwohl ich es immer wieder versucht habe, fiel dabei fast aus der Koje, drehte mich also doch wieder auf den Rücken mit zur Stabilisierung weit gespreizten Beinen, machte Licht und las in meinem Thriller weiter. Agenten brachten andere Agenten um, der Berater des Kanzlers wurde als KGB-Spion verleumdet, Chinesen folterten andere Chinesen – es passte also wunderbar zu dieser Nacht. Therese konnte gegen morgen doch einige Stunden schlafen. Sie hat am abend noch unser Geschirr gespült und alles mit grossem Geschick ineinander verkeilt. Als ich anfing abzutrocknen, musste ich diese ausgeklügelte Formation auflösen, sofort fingen Teller und Pfannen und Deckel mit grossem Getöse überall herumzurutschen an; ich musste sie also nicht erst wecken, um meinen Entschluss in die Tat umzusetzen: diese Stätte des Grauens unverzüglich zu verlassen. Nach dem Prinzip „im Zweifelsfalle tue man das Richtige“ haben wir gar nicht erst versucht, ob eine besser geschützte Bucht zu finden wäre, sondern fuhren in die teure Marina Sabina auf der Insel Formentera. Hier wollen wir uns erst mal ausschlafen...

Formentera ist die kleinste der vier allgemein bekannten Baleareninseln. Auffallend ist der ungewöhnlich rege Fährverkehr – eine Ferieninsel ohne Flughafen, das es sowas noch gibt... So haben all die Autovermieter, statt in der Ankunftshalle des Flughafens, hier im Hafen ihre Schalter. Es gibt auch eine Wäscherei, wohin Therese heute morgen eine rechte Ladung hingebracht und ein gut assortierter, nicht touristisch-überteuerter Supermarkt, woher sie eine rechte Ladung gerade geholt hat. Damit das in Zukunft bequemer geht, fuhr sie seinerzeit extra mit dem Bus von Andraitx nach Palma, weil es dort im Warenhaus Corte Inglese – das wusste sie noch – das einzig brauchbare Einkaufswägelchen der uns bekannten Welt gibt. Wir haben zwar einen recht robusten, aus Niro, das ein Vermögen gekostet hat. Es hat eine hohe Tragfähigkeit, die Lage der Räder ist aber falsch in Relation zum Schwerpunkt, seine diversen Schrauben lockern sich immer wieder und es ist recht umständlich, die Ladung darauf zu befestigen. Dann haben wir eines von einer Flugbegleiterin geschenkt bekommen, das sich sicher hervorragend geeignet hat, so ein elegantes Flugbegleiterin-Hand­täschchen über spiegelglatte Böden zu rollen. Zehn Liter Wein und Mineralwasser, Brot, Butter, Eier, eine Lammkeule und Klopapier, über mediterranen Kopfsteinpflaster transportiert, haben es aber erstaunlich schnell in Schrott verwandelt. Nicht viele normale Ausrüstungsgegenstände sind den harten Anforderungen des Seglerlebens gewachsen.

Im übrigen scheint die Sonne nach wie vor.

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